Kapitel 2: Die Kreuzfahrt.
18.3. Heute soll’s nun losgehen!
Wir waren schon vor 8.00 Uhr beim Frühstück, das Gewühl war noch nicht so groß.
Danach Koffer packen. Gestern haben wir noch ein Bordcase für Annette gekauft,
das Packen war nun etwas einfacher. Um 10.00 Uhr gesellten wir uns zu der Menge
in der Lobby, die auf den Shuttle wartete. 10.30 Uhr Abfahrt zum Everglade
Port. 20 min. brauchte der Bus, d.h., der nette Autovermieter hatte recht, als
er sagte, zum Hafen könne man nicht zu Fuß gehen. Kein Seitenstreifen, kein
Bürgersteig, es geht einfach nicht. Erste Kontrolle am Hafeneingang, überall
Security, alles ist 100% durchorganisiert. Große Koffer mit Namen und
Kabinennummer stehen lassen, mit Handgepäck weiter, 500 oder 800 Leute im
Gänsemarsch. Sicherheitskontrolle wie auf dem Flughafen, Handgepäck wird
durchleuchtet, Foto von jedem Passagier. Dann ging's endlich an Bord. Die
"Vision of the Seas" ist zwar mit 2000 Passagieren und 900 Mann
Besatzung eines der "kleineren" Schiffe, für uns aber immer noch
riesig. 11 Decks, 4 Restaurants, 2 große Pools, 4 Whirlpools, Kletterwand,
Joggingstrecke (2 1/2 Runden = 1 km), Fitnessraum, usw. Um 1.00 Uhr waren dann
die Kabinen zu beziehen, gut und zweckmäßig eingerichtet. Das Personal ist
überaus freundlich und hilfsbereit, die Frauen und Männer kommen aus 63
verschiedenen Ländern, Bordsprache ist Englisch. Hygiene wird sehr groß
geschrieben. Die Handläufe und Geländer werden ständig desinfiziert. Vor den
Restaurants achten Stewarts darauf, dass man sich die Hände desinfiziert. Die
Angst vor einer Virusausbreitung ist groß!
17.00 Uhr Auslaufen mit drei markdurchdringenden Huptönen. Der Himmel
"weint", es fängt an zu nieseln.
18.00 Uhr Abendbrot im "Windjammer"
Restaurant, Deck 9. Eigentlich haben wir für die Abende im Hauptrestaurant
einen nummerierten Tisch, wo man bedient wird, außerdem sitzt man immer mit denselben
Leuten am Tisch. Als wir aber auf Deck 9 das Buffet gesehen haben, war unsere
Entscheidung klar: Selbstbedienung. Das Angebot ist wie befürchtet!!! Es gibt
nichts, was es nicht gibt. Mal sehen, wie weit die Beherrschung reicht. Wir
sind lange sitzen geblieben und haben uns mit dem Personal unterhalten. Eine
junge Bedienung kommt aus Mauritius und spricht Französisch, zwei andere aus
Kolumbien und Indien. Wir haben sie nach ihren Arbeitszeiten gefragt: 14-15
Stunden 7 Tage die Woche. Ein Knochenjob, und immer lächeln, selbst bei großkotzigen
Gästen. Um 21.00 Uhr Licht aus.
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