Freitag, 5. April 2013

05.4.    Der Dunst von gestern, der die Hitze nicht entweichen ließ, war über Nacht verflogen. Am Morgen war die Luft glasklar, keine Wolke am Himmel, die Berge ringsherum zum Greifen nah. Heutiges Ziel: das Hotel "Clarion" in Tucson. Auf der I 8 nach Osten, links und rechts Wüste so weit das Auge reicht, zuerst die Yuma Wüste, dann die Sonara Wüste. Als wir vor 22 Jahren im August das erste Mal hier entlang fuhren, war alles verstaubt und vertrocknet. Was für ein Unterschied zu heute. "Die Wüste lebt" heißt ein Film von Grzimek. Wir sagen heute: Die Wüste blüht. Es muss wohl in den letzten Monaten geregnet haben. Am Straßenrand eine einzige Blumenpracht in gelb und rot, dazu 3 - 4 m hohe Büsche in leuchtendem Gelb. 100 Meilen vor Tucson tauchten dann die ersten Saguara Kakteen auf, z. T. bis 4 m hohe schlanke "Masten", andere mit weit ausladenden Armen, deshalb auch der Name Kandelaber Kaktus. Letztendlich fuhren wir durch einen regelrechten Kakteenwald, der sich auch die Hänge und Berge hinaufzog. Die verschiedenen Formen der Kakteen regten unsere Fantasie an, wir "sahen" Tänzer, Akrobaten und Fabelwesen. So eine schöne Wüstenfahrt, was die Pflanzenwelt betrifft, haben wir noch nicht gehabt. 15.00 Uhr Ankunft im Hotel in Tucson. Temperatur 31.0 C, der Captain auf der "Vision" würde sagen: UV-Index extrem high. Auf den letzten 200 km gab es noch 2 Besonderheiten.

1.) Wir befanden uns im Tohono O' Odham Indianer Reservat. Am Straßenrand sahen wie viele Kreuze und Gedenkstätten aller Art für Verkehrstote. Don't drink when you drive! Gilt scheinbar nicht für jeden. 2.)  Bedingt durch die nahe mexikanische Grenze war viel "border control" unterwegs. Die Polizeiautos standen in Nebenstraßen oder am Straßenrand. Auf dem Highway zwei Kontrollstellen: Ein Drogenhund schnüffelte unser Auto ab. "Where are you from?" - Germany - "Okay, have a good day". Einmal mussten wir aber doch die Pässe zeigen. Um 18.00 Uhr noch ein wenig die Beine vertreten, außer uns waren nur noch ein paar Penner zu Fuß unterwegs. Neben uns auf der 4- spurigen Straße mitten in der Stadt "brummte" der Feierabendverkehr. 

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