Dienstag, 2. April 2013


24.3.     Sonntag, 7. Tag an Bord. 6.30 Uhr Sonnenaufgang, zu sehen war aber nichts, da es sehr dunstig war. Also krochen wir erst um 7.00 Uhr aus der Koje. Der Pazifik war aalglatt, die einzigen Wellen waren die, die unser Pott erzeugte. Als wir nach dem Frühstück an Deck kamen, schlug uns eine unverschämte Hitze entgegen: 97 F = 36 C im Schatten!!! Und den gibt es Gott sei Dank reichlich. Außerdem sind alle Innenräume wie Theater, Forum, alle Bars, Lounges, Bücherei und Restaurants angenehm kühl wie auch der Innenpool mit 2 Whirlpools. Einen Hitzschlag muss keiner kriegen, vielleicht die Bekloppten, die sich bei der Hitze in die pralle Sonne brezeln oder bei der größten Sonneneinstrahlung laufen oder walken. Für uns war es ein fauler Tag auf See. Wir fuhren erst an der Küste Panamas entlang, dann nordwärts entlang der Küste Costa Ricas, allerdings alles außer Sichtweite. Wir lagen im Liegestuhl, Blick aufs Meer, Lesen, Sudoku, Dösen, Schlafen. Ab und zu holte einer von uns ein großes Glas eisgekühltes Wasser. Wir schienen die einzigen zu sein mit Wasser, denn um uns herum wurde gebechert, was die Bordkarte hergab. In Anlehnung an den Song "Standing (sitting) at the corner, watching all the girls go by" hatte ich genug zu sehen, nur dass die girls fast alle weit über 60 waren. Essen und trinken, das scheint für viele Passagiere der Hauptgrund der Reise zu sein. Wenn das Mittagsbuffet im Windjammer-Café um 12.00 Uhr geöffnet wird, dann kratzen die ersten, vor allem die Triple XL-Leute, schon vorher an der Tür. Für sie ist es ein Trainingslager. Langeweile muss man an Bord nicht haben. Heute gab es allein 52 verschiedene Aktivitäten, von der Morgengymnastik um 7.30 Uhr bis zu Top Hits mit DJ Juki von 23.00 Uhr bis 1.00 Uhr in der Viking Lounge.
Wir haben um 17.00 Uhr bei immer noch 30.0 C unsere 10 Runden auf der Piste abgespult, um wenigstens ein paar Kalorien zu verbrauchen. Das Essen ist dermaßen vielfältig und verführerisch, dass wir es wahrscheinlich nicht schaffen, in den 15 Tagen alle Leckereien zu probieren. Heute war Dresscode formal, also "Abendrobe". Unser Chefkellner im weißen Jackett, weißes Hemd, Krawatte, die anderen weißes Hemd, dunkle Hose und Weste. Vor dem Dinner waren wir noch 45 min. im "Centrum" tanzen. Um uns herum Paare (alles Alte!), die vorzüglich tanzen konnten. Dagegen waren wir Stümper. Deshalb machten wir um 20.00 Uhr auch das, was wir besser konnten, nämlich Abendbrot essen. Wir "begnügten" uns heute mit Lammkeule. Über Nacht erreichen wir die nächste Zeitzone, Uhr eine Stunde zurück stellen.


25.3.  Tag 8 an Bord, Halbzeit. Sonnenaufgang um 6.00 Uhr (Zeitumstellung!). Zeit zum Aufstehen, wir waren in Puntarenas, Costa Rica. 7.15 Uhr Treffen am Ausgang zur Excursion. Es standen 25 verschiedene Ausflüge zur Wahl von 3 bis 6 Stunden Dauer. Wir waren ca. 50 Leute für die gleiche Tour. 30 min. Busfahrt zum Haltepunkt einer uralten Eisenbahn. 1910 bis 1920 gebaut von der West- zur Ostküste. Beim Erdbeben in den 90er Jahren teilweise sogar total verschüttet und nicht wieder freigelegt. Betrieb eingestellt. Ab 2000 eine Teilstrecke von ca. 70 min. Fahrtzeit nur für den Tourismus wieder zugängig gemacht. 2 Loks, 2 Wagen, Schienen abenteuerlich, aber trotzdem hat die Fahrt durch die Felder von Mangobäumen, Melonen und kleinen Siedlungen Spaß gemacht.

 Danach wieder Busfahrt zum Tarcoles River zu einer Bootstour. Der Fluss soll die größte Krokodilpopulation von Südamerika haben. Einige dieser Gattung konnten wir dann auch tatsächlich bestaunen, zusätzlich noch etliche uns unbekannte Vögel. Danach Imbiss: frische Ananas, Melone, Säfte und Kaffee. 45 min. Busfahrt zurück zum Schiff, wo wir um 13.00 Uhr eintrafen. Morgens war das Wetter noch erträglich, bis Mittag war das Thermometer au 37.0 Grad gestiegen. UV-Index extrem. Mittagessen, wir hatten wieder in Qual der Wahl. Danach Siesta auf dem Pooldeck, Whirlpool und Innenpool (only over 18!). Im Whirlpool lernten wir einen Kanadier mit seinen zwei Töchtern kennen, die ihren Eltern die Kreuzfahrt als Geschenk zur Goldenen Hochzeit gemacht hatten. Später einen Südafrikaner, der uns viel über die Verhältnisse in seinem Land erzählte, nicht sehr erfreulich. 17.50 Uhr Sonnenuntergang, 15 min. später war es dunkel. Wir wollten noch etwas für die Figur tun und drehten trotz der immer noch 30.0 C unsere 10 Runden auf Deck 10. Zum Abendbrot trotz aller verführerischen Dinge nur einen Salatteller- wir können nicht mehr!! Abendausklang im Zentrum bis 22.30 Uhr bei Livemusik von "Hot Sands".

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