Donnerstag, 11. April 2013

11.4.      Zweiter Tag in Page, die eine sehr junge Stadt ist. Sie entstand mit dem Bau des "Glen Canyon Dam", der den Colorado zum Lake Powell aufstaut. 1956 begann man mit dem Bau des Dammes, und 1966 wurde er von der Präsidentengattin Johnson eingeweiht. 1954 wurde die Glen Canyon Bridge fertiggestellt, die unterhalb des Dammes den Canyon überspannt und 200 Meilen Umweg erspart. Ganze 17 Jahre dauerte es, bis der Lake Powell bis zur gewünschten Größe aufgestaut war. Heute ist er ein Paradies für Wassersportler aller Art, vom Kajak bis zum Hausboot. Page selbst ist eine kompakte Stadt oberhalb von Damm und Brücke. 1979 noch 4000 Einwohner, so hat sie heute das Doppelte. 3 Millionen Touristen kommen jährlich. Bootsleute, Hiker, Radfahrer, Fotografen, Künstler oder einfach nur sightseers so wie wir, um die Attraktionen rund um Page zu besuchen. Absolute Nr. 1 ist der Antelope Canyon. Beschreiben kann man ihn nicht, man muss ihn erlebt haben. Man wandert durch eine Zauberwelt geschaffen von Wind und Wasser. Auf rotem Sand auf engen Wegen, links und rechts die 50 m hohen Sandsteinwände in den unterschiedlichsten 



Farben. Bis 1999 war der Canyon öffentlich zugänglich. Seit dieser Zeit aber wird er von den Navajos verwaltet. Jetzt gibt es nur geführte Touren mit kleinen Gruppen von 10 Personen. Der Grund für die Restriktionen leuchtet ein. Vorher hatten die Touristen den Canyon durch Eingraphierungen und andere Unsitten den Gesamteindruck verschandelt. Andererseits muss man sagen, dass die Navajos sich die Erhaltung und Besichtigung gut bezahlen lassen. 35$ (oder mehr) kostet eine 1,5- stündige Tour zum und durch den Canyon. Von den 7 Abfahrtszeiten entschieden wir uns 9.30 Uhr, mit uns waren ca. 60 Personen "auf Achse".
Nach der Besichtigung von Brücke und Damm fuhren wir zu einer anderen Attraktion, der "Hufeisenkurve" des Colorado. Vom Klippenrand kann man sehen, wie der Colorado 300 m tiefer eine 270 Grad-Kurve um einen riesigen Sandsteinfelsen macht. Nichts für Nicht-Schwindel-Freie, es gibt kein Geländer, nur Warnungen haufenweise. Wir legten uns auf den Bauch, Kopf über den Klippenrand und schossen unsere Fotos. Und das Glück war mit uns, denn während es den ganzen Tag über bewölkt war, kam am Nachmittag die Sonne hervor und ließ die Wände des Canyons in den unterschiedlichsten Farben erscheinen. 

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